Waschzettel who?
Alle Antworten zum Buch-Marketingflyer

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Sandra Huber

Wenn du bei dem Wort „Waschzettel“ gerade an das kleine Etikett in deiner Lieblingsjeans gedacht hast: Willkommen im Club. Genau das hatte ich zunächst auch im Kopf, haha.

In der Buchbranche ist damit allerdings etwas ganz anderes gemeint: nämlich ein kompakter Infoflyer mit Marketingfunktion, für ein Buch.

„Dein Buch im Schnelldurchlauf.“

Der Waschzettel ist für Buchhandlungen, Journalisten, Blogger und andere, die dein Buch verkaufen, besprechen, vorstellen oder weiterempfehlen sollen, um möglichst schnell zu zeigen, womit sie es zu tun haben.

Und schnell heißt wirklich schnell.

Niemand will sich erst durch drei Seiten Buchbeschreibung wühlen, bevor er weiß, ob es sich um einen Krimi oder eine romantische Komödie handelt, worum es grob geht, und ob er das Buch überhaupt bestellen kann.

Ein guter Waschzettel liefert deshalb auf einen Blick die wichtigsten Informationen:
Was ist das für ein Buch? Worum geht es? Für wen ist es interessant? Was macht es besonders? Wo bekommt man es?

In a nutshell: Titel, Pitch (USP), Cover (als Mockup), Inhalt bzw. Kurzbeschreibung, Zielgruppe, Genre, Themen, ggf. Tropes, ggf. Kurzreviews, Buchdaten wie ET, Bestellbarkeit, Preis etc. und Autoren-Vita.

Ein Waschzettel soll dafür sorgen, dass jemand innerhalb weniger Sekunden versteht, worum es geht und warum es für ihn (und seine Kunden) interessant sein könnte.

Gerade für Selfpublisher ist das mehr als praktisch. Während Verlage ihre Titel über Vorschauen, Presseunterlagen und erweiterte Vertriebsstrukturen an den Handel und andere Vertreter bringen, müssen Selfpublisher diese Informationen selbst bereitstellen.

Die Devise ist also:
Waschzettel raus. Buch rein.

Disclaimer:

Dieser Artikel bezieht sich ausdrücklich auf Waschzettel für Romane und andere belletristische Heldenreisen – es gibt keine universelle Vorlage für alle Bücher dieser Welt.

Die Grundinformationen sind zwar ähnlich, allerdings geht es bei einem Waschzettel immer darum, was das Buch verkauft.
Der Waschzettel eines Romans braucht also eine andere Gewichtung der Infos als ein Krimi oder ein Ratgeber.

Der Waschzettel eines Entwicklungsromans verkauft etwa die Entwicklung und Veränderung der Figur als zentrales Thema.
Bei einem Sachbuch hingegen verkauft der Fakt, welches Problem für wen wie gelöst wird – also keine Geschichte, sondern Nutzen, Expertise und Konzept. Es gibt auch keinen Romanpitch, sondern eine Produktpositionierung.

Legen wir gleich los!

Wofür braucht ein Selfpublisher einen Waschzettel?

Ganz klassisch und allem voran: für Buchhandlungen.
Aber der Waschzettel kann deutlich mehr.
Selbst wenn du gar nicht in den stationären Buchhandel möchtest.

PS: Die folgende Übersicht zeigt dir auch einige Marketingmöglichkeiten für dein Buch, die du eventuell noch nicht berücksichtigt hast.

Hier kommen verschiedene Einsatzorte für deinen Waschzettel:

– Buchhandlungen

Im stationären Buchhandel sind Waschzettel absoluter Standard – und werden dadurch auch standardmäßig erwartet.

Natürlich nicht einfach random verschickt.
Der persönliche Kontakt ist auch in der heutigen Zeit noch die beste Strategie – sollte allerdings (vor allem in größeren Geschäften) vorgeplant werden (z. B. mit Vorkontakt per E-Mail und Terminvereinberung mit dem persönlichen Ansprechpartner).

Auch die führenden Selfpublisher-Distributoren BoD und tolino media empfehlen den Waschzettel ausdrücklich für die Ansprache von Buchhandlungen.

PS: Weiter unten findest du noch eine Empfehlung von mir, wie du deinen Waschzettel am besten an den Mann und die Frau bringst.

– Presse und Journalisten

Journalisten wollen nicht erst dein komplettes Buch lesen, um einzuschätzen, ob es für einen Artikel, ein Interview oder eine lokale Geschichte interessant sein könnte.

Der Waschzettel liefert die wichtigsten Fakten und macht eine thematische Einordnung schnell möglich.

Zudem „verkauft“ er dein Buch – wenn er gut gemacht ist.

Wenn dein Roman beispielsweise in einer bestimmten Region spielt oder dein Sachbuch ein aktuelles Thema behandelt, sollte das auf Anhieb erkennbar sein. Denn genau das können relevante Anker sein.

– Buchblogger

Auch Blogger können mit einem Waschzettel sehr viel schneller einschätzen, ob dein Buch zu ihrem Blog und ihrer Leserschaft passt.

Gerade Genre, Zielgruppe, Inhalt und besondere Merkmale sind hier hilfreich – wenn nicht gar unschätzbar (aufgrund der Masse an Einsendungen etc.).

– Rezensionsexemplare

Du verschickst auch Rezensionsexemplare?

Ein Waschzettel ersetzt natürlich nicht das Buch und auch kein individuelles Anschreiben, das zur Kontaktaufnahme im Voraus genutzt werden sollte, ist aber das perfekte Begleitmaterial.

– Lesungen und Veranstaltungen

Bei Lesungen und:oder Signierstunden sind Waschzettel eine wunderbare Erinnerung zum Mitnehmen.
(BoD nennt Lesungen übrigens ausdrücklich als möglichen Einsatzbereich für Waschzettel.)

– Digitale Pressemappe

Du solltest den Waschzettel deines Buchs auch in deine digitale Pressemappe mit aufnehmen. Dort kann er zusammen mit Pressemitteilungen, Autorenfoto, Coverdateien und Leseprobe (oder Link dazu) zum Download oder als Auslage bereitliegen.

– Autorenwebsite

Natürlich darf dein Waschzettel auch auf deiner Website landen.
Haha, muss!

Natürlich nicht random à la „Hier ist mein Waschzettel“ – sondern sinnig in die Landingpage deines Buchs eingebunden.

Was gehört auf einen Waschzettel?

Die Grundausstattung eines Buch-Waschzettels ist erstaunlich überschaubar, sollte jedoch in ihrer Formulierung und Gestaltung nicht unterschätzt werden.
(Zu oft hab ich schon Waschzettel gesehen, die eigentlich richtig gute Bücher regelrecht abgewertet haben – komplett kontraproduktiv.)

Für das Genre Roman inkl. Subgenres empfehle ich diese Inhaltselemente:

  1. Buchtitel, ggf. Untertitel, Autor
  2. Cover (als Mockup), zwei innere Buchseiten (falls schöne Gestaltung)
  3. Pitch beziehungsweise Klappentext oder Kurzbeschreibung
  4. Genre
  5. Themen, ggf. Tropes, Zielgruppe
  6. konkrete Verkaufsargumente und Alleinstellungsmerkmal
  7. bibliografische Angaben
  8. zusätzliche Informationen für den Buchhandel
  9. Autorenvita und Autorenfoto
  10. Pressestimmen, Rezensionen und Testimonials
  11. Kontaktdaten
  12. Leseprobe (als QR-Code-Link)

Mal unabhängig vom genauen Genre des Buchs:

Nicht jeder Waschzettel braucht jeden einzelnen dieser zwölf Punkte.
Je nach „Einsatzort“ sollte er gemäß den relevanten Infos angepasst werden.
Für Buchblogger ist z. B. die Info „remittierbar“ und „beim Großhandel bestellbar“ irrelevant und würde nur Platz wegnehmen.

1. Buchtitel, ggf. Untertitel, Autor

Der Titel gehört prominent (größte Schrift) auf die Seite, (nicht irgendwo versteckt zwischen den bibliografischen Daten).

Falls der Roman keinen „offiziellen” Untertitel hat, kannst man auch die SEO-relevante H2 des Amazon-Listings (oder eine kürzere Version) verwenden.

Dazu natürlich noch der Name des Autors beziehungsweise der Autorin.

Bei einer Reihe sollte außerdem klar erkennbar sein, welcher Band vorliegt.

2. Cover

Unbedingt muss man auf Anhieb erkennen können, um welches Buch es geht.

Dabei transportiert das Cover einen großen Teil der visuellen Buchidentität.
Beachte auf jeden Fall, dass dieses einen großen Wiedererkennungswert liefert.

Dabei kann ein Mockup durchaus interessanter aussehen als ein schnöder rechteckiger Coverabzug. Wichtig ist nur, dass das Cover selbst gut erkennbar ist.

Und bitte keine pixelige Version aus irgendeinem Onlineshop herunterladen. Verwende möglichst das originale Covermaterial bzw. eine dafür freigegebene Datei in hochauflösender Qualität – für einen professionellen Gesamteindruck.

Ebenso empfehlenswert ist eine repräsentative Doppelseite des Innenlebens, falls dieses einen besonderen Gestaltungswert hat (z. B. wg. besonderer Illustrationen oder eines einzigartigen Buchsatzes).

PS, wichtiger Punkt für Selfpublisher:
Prüfe unbedingt, ob du die erforderlichen Nutzungsrechte für Coverelemente und Bilder auch für Werbematerial hast. Der Selfpublisher-Verband weist ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzungsrechte aus einem Coververtrag nicht automatisch jede Verwendung abdecken. (Falls nicht, musst du erweiterte Nutzungsrechte bei deinem Coverdesigner anfragen – und natürlich auch bezahlen.)

3. Pitch, Klappentext, Kurzbeschreibung

Hier will ich zunächst eine kleine Unterscheidung machen:

  • Ein Pitch soll die Idee deines Buchs in 1–2 Sätzen auf den Punkt bringen.
  • Eine Kurzbeschreibung darf etwas ausführlicher erklären, worum es geht.
  • Der Klappentext kann ebenfalls auf dem Waschzettel verwendet werden – muss er aber nicht (vor allem nicht, wenn er redundant zur verwendeten Kurzbeschreibung wäre).

BoD empfiehlt ausdrücklich, den vorhandenen Klappentext zu verwenden, wenn er von Länge und Ansprache her passt.
In anderen Fällen kann es sinnvoll sein, für den Waschzettel eine eigene Kurzbeschreibung zu formulieren bzw. den Klappentext zu kürzen.
Manchmal braucht es auch einen Text, der stärker auf die jeweilige Zielgruppe des Waschzettels zugeschnitten ist. (Blogger mögen bspw. anders lesen als Buchhändler.)

Wie schreibt man einen guten Pitch für einen Waschzettel?

Der Pitch ist einer der wichtigsten Texte auf deinem Waschzettel. (Und gleichzeitig einer der Texte, bei denen man wunderbar viel falsch machen kann.)

Beachte, dass der Klappentext kein Pitch ist – aber die Grundlage dafür sein kann.

Ein Pitch beantwortet im Kern diese Frage:
Was ist die Geschichte bzw. die zentrale Idee des Buchs – und warum ist sie interessant?

(Ein Klappentext darf dagegen auch Spannung aufbauen, Figuren vorstellen und einen Konflikt etwas ausführlicher entwickeln – bei Bedarf kann er rund 200 Wörter enthalten.)

Der Pitch sollte 1–3 Sätze anpeilen:
Ein Satz kann ausreichen. Zwei sind oft ideal. Drei funktionieren, wenn die Geschichte etwas komplexer ist.

Bei einem Roman funktionieren häufig diese Bausteine:
Figur + Konflikt + besondere Ausgangssituation + Versprechen

(Nicht alles muss ausdrücklich genannt werden. Aber der Pitch sollte möglichst etwas Konkretes liefern.)

Ein Negativ-Beispiel, weil generisch, wäre z. B.: „Ein emotionaler Roman über Liebe, Verlust und einen Neuanfang.“

Gähn. (Könnte auch auf 37000 andere Romane passen.)

Besser: (am Beispiel des Romans Auch Kokosnüsse brauchen Regen von Melissa Schumacher)
„Eine lebensverändernde Diagnose. Ein Jahr grenzenlose Freiheit. Und eine Liebe, die alles verändert.“

Denn hier entstehen sofort Fragen: Was ist passiert? Warum nur ein Jahr? Was für eine Liebe? Was wird sich verändern?

Genau das soll ein Pitch tun.

Ein ungewöhnlicher Konflikt ist besser als drei allgemeine Gefühle.
Eine unique Figur ist besser als „eine junge Frau“.
Eine besondere Ausgangssituation ist besser als „eine Reise zu sich selbst“.
Und ein klares Versprechen ist besser als „eine berührende Geschichte“.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Pitch laut und spektakulär sein muss.
Ein literarischer Roman darf natürlich anders klingen und auf sich aufmerksam machen als etwa ein Thriller.
Aber auch ein leiser Roman braucht einen Grund, warum jemand weiterlesen möchte.

4. Genre

Das Genre muss das Buch sofort einordnen können – und zwar so konkret wie möglich, inkl. Subgenre. (Also etwa nicht nur „Roman“.)

Von daher ist das Genre nicht nur eine bibliografische Angabe, sondern ein Verkaufsargument.

Beispiele: Fantasy, Entwicklungsroman, Young Adult, Thriller

Eine Positionierung in Subgenres ist ebenfalls möglich.
Beispiele: Cozy Crime, Romantasy, Lokalkrimi, Briefroman

Das Genre sagt, was für ein Buch du vor dir hast.
Das Subgenre macht die Einordnung noch genauer.

5. Themen, ggf. Tropes, Zielgruppe

Themen zeigen, worum es inhaltlich geht.
Tropes beschreiben typische wiederkehrende Erzählmuster (und damit Leseerwartungen).
Und die Zielgruppe zeigt, wer das gern liest.

Bei einem Entwicklungsroman können etwa Themen wie Neuanfang, Selbstbestimmung, Verlust oder Krankheit relevant sein.
Bei einem Krimi eher Macht, Schuld, Familie oder Korruption.
Bei einem Ratgeber dagegen ein konkretes Problem oder Bedürfnis.

Vermeide unbedingt, aus der Angabe von Themen eine Liste hübscher Schlagworte zu machen.
Die Themen sollen in sehr kompakter Form zeigen, welche inhaltlichen Fragen oder Lebensbereiche das Buch berührt.

Tropes sind eine andere Kategorie:
Begriffe wie Enemies to Lovers, Forced Proximity oder Second Chance Romance können Lesern sehr schnell signalisieren, was sie erwarten können. (Der Selfpublisher-Verband empfiehlt Tropes insbesondere für Romance und Romantasy als Orientierung für Leser.)

Hier gilt: Bitte nur etablierte Tropes verwenden, die auch tatsächlich zum Buch passen – nicht, weil sie sich fancy anhören und:oder ein bisschen im Buch vorkommen.
Der Fokus liegt auf dem Prinzip wiederkehrender Erzählmuster.

Für die Angabe der Zielgruppe gilt: je konkreter desto besser.
„Frauen zwischen 30 und 60“ ist keine gute Zielgruppenbeschreibung.
Beschreibe lieber, welche Leser oder Leserinnen sich von genau diesem Buch angesprochen fühlen und warum.

Eine aussagekräftige Trope-Zeile kann zum Beispiel so aussehen:

Tropes:
Fish Out of Water · Travel Romance · Cross-Cultural Romance

6. Welche Verkaufsargumente und Alleinstellungsmerkmale gehören auf einen Waschzettel?

Ein Verkaufsargument sagt, warum dein Buch interessant ist.
Ein Alleinstellungsmerkmal sagt, was es von vergleichbaren Büchern unterscheidet.
Beides sollte konkret sein – „emotional, berührend und einzigartig“ zählt nicht.

Bei einem Roman können Verkaufsargumente etwa solche hier sein:

  • außergewöhnliches Setting
  • ungewöhnliches Thema
  • besondere Figurenkonstellation
  • aktueller gesellschaftlicher Bezug
  • autobiografischer Hintergrund
  • besondere Perspektive
  • starke regionale Verbindung
  • bereits vorhandene Leserschaft
  • Auszeichnungen oder relevante Presse
  • Fortsetzung einer erfolgreichen Reihe

Ein Alleinstellungsmerkmal ist ein USP, (Unique Selling Proposition), ein einzigartiges Verkaufsmerkmal.
Bei einem Buch ist das nicht zwingend ein völlig einzigartiges Thema. Das wäre auch ziemlich schwierig – „Roman über Liebe“ ist nun wirklich nicht mehr exklusiv zu vergeben.
Ein USP kann beispielsweise in einer ungewöhnlichen Kombination liegen, einer besonderen Ausgangslage (bspw. Autor ist Arzt und schreibt aus genau dieser Perspektive), spezifische Beziehungskonstellationen etc.
Nenne es also besser Positionierung.

Ich empfehle, auf dem Waschzettel nicht spezifisch von „Verkaufsmerkmalen“ und „USP“ zu sprechen – sondern es zusammenfassend als Mehrwert für den Käufer und Leser zu formulieren. À la „Das macht das Buch besonders“ – oder im Text selbst einbauen.

Für mein letztes Buchprojekt mit Melissa Schumacher und ihrem Debütroman Auch Kokosnüsse brauchen Regen waren das folgende Punkte:

  • Bali als atmosphärisch prägendes Setting
  • autobiografisch inspirierte Geschichte über eine lebensverändernde Operation und dahingehende Entscheidungen
  • Verbindung von Reise-, Liebes- und Entwicklungsgeschichte
  • interkulturelle Liebesgeschichte zwischen Deutschland und Indonesien
  • Tauchen als zentraler Bestandteil der Geschichte

Ich würde hier 3–5 starke Argumente anpeilen. (Wenn du zwölf USPs brauchst, um zu erklären, warum das Buch besonders ist, ist wahrscheinlich noch nicht klar genug, was davon wirklich wichtig ist. 😉 )

Und bitte keine Eigenschaften als Verkaufsargument verkleiden. („304 Seiten“ ist eine bibliografische Angabe, „Softcover“ ist eine Ausstattung.)
Es kommt immer darauf an, was die Information für die Kaufentscheidung bedeutet.

7. Welche bibliografischen Angaben müssen auf den Waschzettel?

Diese Angaben sollten – passend zur jeweiligen Ausgabe – enthalten sein: (vermeide Doppelnennungen!)

  • Autor
  • Titel
  • Untertitel
  • ggf. ISBN
  • Erscheinungsdatum
  • Seitenzahl
  • Format (Softcover, Taschenbuch etc.)
  • besondere Ausstattung (z. B. Farbschnitt)
  • Preis
  • Genre
  • ggf. Reihe/Band
  • ggf. E-Book-Ausgabe

Mach daraus am besten eine kleine, gut scanbare Buchdaten-Box.

8. Welche Angaben braucht der Buchhandel zusätzlich?

Eine Buchhandlung muss nicht nur wissen, dass dein Buch existiert.
Sie muss vor allem wissen, wie sie es bekommen kann.

Bestellbarkeit

Kann die Buchhandlung das Buch über ihren üblichen Bestellweg beziehen?
Sprich, direkt oder über Großhändler wie Umbreit oder Libri?
Dann sollte das klar benannt sein.

Barsortiment

Ist dein Buch über ein Barsortiment verfügbar?

Dann ist das für den Buchhandel eine wichtige Information. BoD weist ausdrücklich darauf hin, dass Buchhändler:innen sich dafür interessieren, ob ein Buch über das Barsortiment erhältlich ist.

Buchhandelsrabatt

Wenn für deine Ausgabe ein bestimmter Buchhandelsrabatt gilt, kann diese Information für Buchhandlungen relevant sein.
Welche konkreten Angaben du machen solltest, hängt von deinem Vertriebsweg und den jeweiligen Konditionen ab.

Remissionsmöglichkeit

Die Möglichkeit, nicht verkaufte Exemplare zurückzugeben, kann für Buchhandlungen eine relevante, wenn nicht entscheidende Information sein.
Das solltest du allerdings nicht pauschal behaupten, sondern exakt so angeben, wie es für deinen konkreten Vertriebsweg gilt. [Mehr zum Thema Remissionen → „Remittierbare Bücher – oder lieber nicht?“]

9. Autorenvita und Autorenfoto

In der Autorenvita ist kein klassischer Lebenslauf gefragt – sondern der Weg in der Bücherwelt.
Neben einer kurzen Beschreibung der Person und dem „Werdegang“ als Autor (mit relevanten Stationen) kann hier auch ggf. die Nennung weiterer veröffentlichter Bücher relevant sein.

Ein Autorenfoto kann helfen, den Autor als Person hinter dem Buch greifbarer und persönlicher zu machen – insbesondere bei Presse und Veranstaltungen. Also bitte nicht aus Schüchternheit einfach weglassen oder wie einen Poesiealbumeintrag behandeln.

Mein Tipp:
Verwende (wie bei einer Personal-Brand) bei allem, wo du als Autorin auftrittst, dasselbe Foto (oder zumindest Fotos mit dem gleichen Setting).

10. ggf. Pressestimmen, Rezensionen und Testimonials

Wenn bereits gute Stimmen zum Buch vorhanden sind: gern nutzen!
Nichts wirkt authentischer und aussagekräftiger als ein kurzes, echtes, aussagekräftiges Review (oder nur ein Ausschnitt davon).

Vergiss dabei nicht, die Quelle zu nennen: Wer hat das gesagt? Wo wurde es veröffentlicht?
Selbstverständlich musst du zuvor das Einverständnis zur Veröffentlichung (und Verwendung für dein Marketing) einholen. (Ja, auch solche Texte haben Urheberrechte.)

Wenn du noch keine Pressestimmen hast: Lass den Bereich einfach weg.
Bitte auf keinen Fall selbst gebastelte „Leserstimmen“ und auch keine Fünf-Sterne-Bewertungen aus dem Familienchat erfinden.

11. Kontaktdaten

Am Ende muss klar sein, wer für das Buch angesprochen werden kann und wie diese Person wo erreichbar ist.

Je nach Einsatzort können das sein:

  • E-Mail-Adresse
  • Website
  • Social-Media-Profil(e) (bei Buchbloggern bspw. unabdingbar)
  • ggf. Presse- oder Veranstaltungskontakt

Für Selfpublisher empfehle ich, die professionelle Landingpage als Autor zu nennen, da man dort alle weiterführenden Informationen, Pressefotos, Leseprobe, Shoplinks und auch weitere Bücher etc. gebündelt präsentieren kann.

Apropos professionell:
Bitte vermeide eine hobbymäßig anmutende, hüstel, dilettantische E-Mail-Adresse wie darklady347@gmx.de.

Der professionelle „Way-to-go“:
Domain mit Serverspeicherplatz mieten (z. B. deinName.de via Raidboxes), dort eine Landingpage bauen und ein E-Mail-Postfach wie kontakt@deinName.de einbinden.

Tolino empfiehlt bei den Autorenangaben ausdrücklich Kontaktdaten wie E-Mail-Adresse und Telefonnummer sowie Website und Social Media.
Falls du Social Media allerdings nicht nutzt, verweise bitte nicht auf ein privates Profil, das mit deiner Autorentätigkeit nichts zu tun hat.

12. Leseprobe

Eine Leseprobe ist immer ein extra Dokument neben dem Waschzettel.
Allerdings kann auf dem Waschzettel ein QR-Code (inkl. Verlinkung) zu einer Onlineversion deiner Leseprobe (z. B. als Flipbook auf Heyzine.com) führen.

Für den Umfang empfiehlt es sich, rund 20–30 repräsentative Seiten auszuwählen:
zum Beispiel den Prolog, einen aussagekräftigen Dialog, einen Teil, der besonders nachhallt, und einen Teil, der zum Weiterlesen animiert.

In jedem Fall soll die Leseprobe die Frage beantworten, wie das Buch klingt.

Bei der Auswahl kannst du dich an folgender Strategie orientieren:

  • Textausschnitte, die ohne viel Kontext funktionieren (bzw. für die der Kontext auf dem Waschzettel ausreichend ist)
  • die ersten Seiten, da sich hier die Magie entfaltet (bspw. Prolog oder erstes Kapitel)
  • Stellen, die den Schreibstil als Kosthäppchen des Buchs repräsentieren (etwa Dialogstil, Erzählstimme, Spannungsaufbau, sprachliche Qualität)
  • Passagen, die das Gefühl vermitteln, was das Buch besonders macht
  • Bereiche, die Fragen öffnet – aber noch nicht beantwortet
  • eine dramaturgisch sinnvolle Szene zum Ende, sprich: eine spannende Szene, nach der man wissen will, wie es weitergeht

Der Waschzettel beantwortet:
„Ist das Buch (und:oder der Autor) für mich oder meine Zielgruppe interessant?“

Die Leseprobe beantwortet:
„Kann mich dieses Buch auch sprachlich und erzählerisch überzeugen?“

Deshalb ist die Leseprobe kein beliebiger Bonus hinter einem QR-Code, sondern der Beweis für das Versprechen des Waschzettels.

Wie gestaltet man einen professionellen Waschzettel?

Jaaa, es darf hübsch werden. 🙂

Aber: bitte im Stil des Buchs.
Sprich, am besten mit den Farben und Fonts, die auch auf Cover und im Innenlayout verwendet werden.
Nur das wirkt identifizierend, bleibt in Kombination mit dem Buch im Kopf und zeugt auch von einer professionellen Erstellung.

Grundsätzlich:

Der Waschzettel ist kein Designwettbewerb.
Er ist ein Informationsblatt, das schnell funktionieren muss.
Und zwar nicht als eigenständiges Design, sondern Hand in Hand mit deinem Buch.
(Sprich, wenn das Cover eines Romantasy-Buchs in Grautönen gehalten ist, sollten auf dem Waschzettel nicht plötzlich bunte Einhörner um pinke Luftschlösser springen. 😉 )

Hier ein paar gestalterische Grundeinstellungen:

Größe des Waschzettels

Meine Empfehlung gemäß dem Standard: DIN A4, Porträt, 210 × 297 mm.
(Eine verbindliche Norm für den Waschzettel gibt es allerdings nicht.)

Das funktioniert sowohl gedruckt als auch als digitales PDF und bietet genügend Platz für die wichtigsten Informationen, ohne dass es zu eng wird.

Umfang des Waschzettels

Idealerweise ist 1 Seite.
(Auch hierfür gibt es keine offizielle Norm – allerdings erwartete Standards.)

Der Waschzettel soll das bieten, was er ist: ein kompaktes Informationsblatt.

Von daher sind auch kürzere Varianten möglich.
Wie gesagt, es können auch je nach Zielgruppe des Waschzettels Informationen eingespart werden.
Kleinere Formate wie A5 sind ebenfalls denkbar.
Bei mehr als einer Seite liegt man aber höchstwahrscheinlich schon bei einer Pressemappe.

Welche Schriften eignen sich für einen Waschzettel?

Es gibt keine Standard-„Waschzettel-Schrift“.

Meine Empfehlung:
Nutze die typografische Welt des Buchs.
Sprich, etwa für die Überschriften den Kapiteltitelfont. Und die einzelnen Absätze im Fließtextfont.

Wichtig sind dabei folgende Punkte:

  • maximal 2–3 Schriften (die dritte Schrift maximal ein dekorativer Handschriftfont für besonders Hervorzuhebendes)
  • klare typografische Hierarchie
  • ausreichende Schriftgrößen (unbedingt testen und ausdrucken!)
  • gute Lesbarkeit

PS: Wenn du am Ende auf eine Schriftgröße von 7 pt heruntergehen musst, damit alles draufpasst, ist das kein typografisches Problem. Dann hast du zu viel Inhalt und musst unbedingt kürzen.

Grundsätzlich gilt bei der Gestaltung der einzelnen Elemente:

  • Der Pitch muss auffallen.
  • Die Buchdaten müssen schnell scanbar sein.
  • Der Fließtext muss bequem lesbar sein.
  • Und um die einzelnen Elemente sollte genug Luft aka Weißraum bleiben.

Welche Farben und Bilder sind sinnvoll?

Die Gestaltung sollte in jedem Fall zum Buch passen.
Das bedeutet aber nicht zwingend, dass man einfach die Coverfarbe als Hintergrund über die komplette Seite kippen soll.

Ich empfehle Folgendes:

  • Farben aus der Buchgestaltung übernehmen
  • grafische Elemente des Covers aufgreifen
  • Bildsprache weiterführen
  • ausreichend Weißraum lassen
  • Kontraste beachten

Der Waschzettel sollte in jedem Fall aussehen, als gehöre er zu deinem Buch.
Da er das letztendlich ja auch tut.

Wie sollte ein Waschzettel aufgebaut sein?

Eine mögliche Struktur wäre:

Header:
Titel + Untertitel + Autor

Pitch

Cover

Mitte:
Kurzbeschreibung + Verkaufsargumente

daneben oder darunter:
Genre + Zielgruppe + ggf. Tropes

in extra Box:
Buchdaten + Verfügbarkeit

Footer:
Autorenfoto + Kurzvita + Kontakt + QR-Code zu Leseprobe

Natürlich darfst du davon abweichen.

Die einzige Regel, an die ich mich konsequent halten würde:
Sortiere die Informationen von oben nach unten gemäß der Relevanz: das Wichtigste zuerst. (Denn du weißt nicht, ob jemand die komplette Seite liest.)

PDF für den Waschzettel: Was muss ich beachten?

Wenn der Waschzettel digital verschickt wird, ist PDF das sinnvollste Dateiformat.
Das gilt auch für den Druck.

Die Datei sollte:

  • sauber exportiert sein
  • problemlos zu öffnen sein
  • nicht unnötig riesig sein (mehr als 5 MB empfehle ich, zu komprimieren)
  • einen sprechenden Dateinamen inkl. Titel (und Autorname) haben (nicht: Waschzettel_final123.pdf)
  • keine Schnittmarken bei der digitalen Version
  • bei der Printversion mit Anschnitt (Bleed) 3 mm exportieren (Achtung: Nicht alle Copyshops können randlos drucken.)

Du brauchst im Grunde 2 Versionen:

  • eine zum Verschicken per Mail bzw. für den digitalen Gebrauch
  • eine für den Druck

Die gute Nachricht: Du musst nicht alles zweimal gestalten.

Am einfachsten ist es, deinen Waschzettel zunächst ganz normal im RGB-Farbraum zu gestalten und anschließend eine Kopie für den Druck zu erstellen.

Für die digitale Version:

Exportiere den Waschzettel als PDF in RGB. Das sorgt dafür, dass Farben auf Bildschirm, Smartphone etc. möglichst passend dargestellt werden. Diese Version kannst du problemlos per E-Mail verschicken.

Für die Druckversion:

Erstelle eine Kopie deiner Datei und wandle sie für den Druck in CMYK um bzw. exportiere sie als PDF mit dem von der Druckerei gewünschten CMYK-Profil. (Falls dir deine Druckerei kein bestimmtes Profil genannt hat, verwende am besten ein Standard-Coated-Profil.)

Wenn du InDesign verwendest, musst du den gesamten Waschzettel nicht vorher mühsam von RGB nach CMYK umwandeln. Du kannst die Datei zunächst normal gestalten und beim PDF-Export unter „Ausgabe“ die Farbkonvertierung in das gewünschte CMYK-Profil vornehmen.

Bei Affinity musst du eine Kopie des Dokuments anlegen und diese in den Dokumenteinstellungen in den gewünschten CMYK-Farbraum konvertieren.
Wähle dabei „Convert“, nicht „Assign“ – das rechnet die Farben in den benötigten Farbraum um.

Für die Druck-PDF solltest du außerdem auf einen Anschnitt (Bleed) achten, wenn Bilder oder farbige Flächen bis zum Rand reichen. (Üblich sind 3 mm, sofern die Druckerei nichts anderes vorgibt.)
Wichtig ist dabei natürlich, dass keine wichtigen Texte oder Logos zu dicht am Rand stehen.

Druck unbedingt den Waschzettel probeweise aus und beurteile konkret auf dem Papier, was du wie designt hast. Auf dem Bildschirm kann vieles komplett anders wirken als auf dem tatsächlichen Druck. I can tell!

In a nutshell:

Digitale PDF: RGB → für Bildschirm und Versand
Druck-PDF: CMYK → für die Druckerei
Affinity: RGB-Kopie → „Convert“ zu CMYK
InDesign: RGB-Dokument → CMYK-Farbraum-Auswahl beim PDF-Export
Druck: Anschnitt beachten und idealerweise die PDF-Vorgaben der Druckerei verwenden

Und noch ein wichtiger Punkt für Autoren bzw. Grafik-Laien:
Die digitale PDF ist nicht automatisch eine gute Druck-PDF – und vice versa.
–> Erstelle unbedingt eine digitale RGB-Version und eine CMYK-Version für den Druck.

Wie kommt der Waschzettel an den Mann bzw. die Frau?

Grundsätzlich hast du 3 Möglichkeiten:
persönlich, per E-Mail oder über spezielle Aktionen und Programme.

Buchblogger arbeiten meist digital und auch andere aus der PR bevorzugen ausschließlich digitale Marketingunterlagen.

Bei lokalen, unabhängigen Buchhandlungen kann hingegen ein persönlicher Besuch sinnvoll sein – idealerweise vorher kurz anfragen, wer für das Sortiment zuständig ist und wann ein guter Zeitpunkt dafür ist.
Waschzettel und, just in case, ein Ansichtsexemplar mitbringen.

Bei größeren oder weiter entfernten Buchhandlungen ist eine gezielte E-Mail im Voraus ein schlauer Zug.

Und: Nicht einfach ungefragt hunderte Waschzettel an random Buchhandlungen verschicken – sondern vorher prüfen, ob dein Buch überhaupt zum Sortiment und zur Zielgruppe passt. (Du würdest ja auch keine Bananen auf nem Fischmarkt verkaufen, oder?)

Der Waschzettel ist kein klassischer Werbe­flyer.
Er ist ein Entscheidungs­werkzeug.

Die Buchhandlung sollte mit dem Waschzettel schnell erkennen:
Was ist das für ein Buch?
Für wen ist es interessant?
Warum passt es ins Sortiment?
Und wie kann ich es bestellen?

Es gibt durchaus auch Programme und Aktionen, über die Selfpublisher mit Buchhandlungen in Kontakt kommen können. Halte deshalb Ausschau nach aktuellen Empfehlungs-, Bewerbungs- und Vermittlungsformaten.
Social Media ist hierfür ein guter Anhaltspunkt.

Mein Tipp:
20 passende Buchhandlungen gezielt anzusprechen und darin positive Energie zu investieren, ist sinnvoller, als 500 Waschzettel nach dem Gießkannenprinzip zu verschicken.

Waschzettel selbst erstellen oder erstellen lassen?

Natürlich kannst du den Waschzettel für dein eigenes Buch selbst erstellen.
Und für eine einfache Variante ist das auch völlig legitim.

Aber bitte unterschätze seine Funktion nicht.

Der Waschzettel ist häufig der erste professionelle Eindruck, den dein Buch außerhalb des Buches selbst hinterlässt. (Mach ihn also besser nicht nebenbei zwischen Frühstück und Wäschezusammenlegen, haha.)

Wenn dein Pitch generisch klingt, die Buchdaten irgendwo im Fließtext versteckt sind, das Cover verpixelt ist und du acht verschiedene Schriftarten verwendet hast, hilft dir auch das schönste Cover nichts.

Ein professioneller Waschzettel kann deutlich mehr Arbeit machen, als nur „ein paar Infos auf eine Seite zu setzen“.

Dazu gehört in den meisten Fällen:

  • Analyse des Buchs (falls es nicht im Rahmen eines Lektorats, Korrektorats oder Buchsatzes bereits gelesen wurde)
  • Auswahl aller relevanten Informationen
  • Positionierung (falls noch nicht geschehen)
  • Entwicklung des Pitchs (Copywriting!)
  • Verkaufsargumentation
  • redaktionelle Entwicklung oder Bearbeitung der Marketingtexte
  • Gestaltung & Layout
  • PDF-Erstellung

Die wichtigsten Gestaltungs-No-Gos

Zu viel Text
„Wenn alles wichtig ist, ist nichts wichtig.“

winzige Schrift
„Passt alles auf eine Seite“ ist kein typografisches Qualitätskriterium.

zu viele Schriftarten
2–3 maximal. Wirklich.

wenig bis kein Weißraum
Eine Seite muss nicht bis zum letzten Quadratmillimeter gefüllt werden. Ganz im Gegenteil.

schlechte Bildqualität
Ein verpixeltes Cover macht keinen professionellen Eindruck.

keine klare Hierarchie
Wenn Titel, Pitch, ISBN und Autorenvita gleich formatiert sind, darf der Leser erst mal Detektiv spielen.

zu viele Farben
Die Buchgestaltung darf sich wiederfinden – aber nicht explodieren.

Stockfotos ohne Zusammenhang
Nur weil irgendwo ein Sonnenuntergang hübsch aussieht, gehört er noch lange nicht auf deinen Waschzettel.

Buzzword-Salat
„Emotional. Authentisch. Herzerwärmend. Tiefgründig. Bewegend. Unvergesslich.“ Gähn.

Rechtschreibfehler
Das wäre bei einem Dokument, das dein Buch verkaufen soll, ungefähr so charmant wie ein Kaffeefleck auf einem Hochzeitskleid im Schaufenster.

keine Bestellinformation
Damit hätte man den CTA vergessen.

Was kostet ein professionell erstellter Waschzettel?

Der Berufsverband Text und Konzept weist für freie Texter und Konzeptioner im Marktmonitor 2025 auf eine marktübliche Spanne von etwa 90 bis 130 Euro netto pro Stunde hin – der genannte Durchschnitt liegt bei etwa 110 Euro. Gleichzeitig betont der Verband, dass Erfahrung, Spezialisierung, Region und Art des Projekts die Preise beeinflussen und Pauschalen häufig sinnvoller und fairer sind als eine reine Stundenabrechnung.

Für einen Waschzettel würde ich deshalb eher mit diesen Leistungsumfängen kalkulieren:

Reine Aufbereitung: ca. 100–150 Euro (niedriger dreistelliger Bereich)
Du lieferst die fertigen Informationen, der Freelancer (strukturiert und) gestaltet sie und macht ein PDF daraus.

Text + Konzeption: ca. 250–400 Euro (mittlerer dreistelliger Bereich)
Der Freelancer entwickelt Pitch, Kurzbeschreibung, Verkaufsargumente und die Struktur – das Layout wird an einen Grafiker übergeben.

Text + Konzeption + Gestaltung: ca. 450–800 Euro (höherer dreistelliger Bereich)
Hier entsteht ein komplett konzipierter und gestalteter Waschzettel.

Beispiel-Waschzettel eines Amazon-Bestsellers

Jetzt wird es konkret.

Damit du noch etwas Reales in der Hand hast, an dem du dich orientieren kannst, kannst du hier den offiziellen Waschzettel von Auch Kokosnüsse brauchen Regen von Melissa Schumacher downloaden.

Den habe ich gemäß dem Buchsatzdesign und Coverdesign im Rahmen einer Bewerbung bei einem Selfpublisher-Wettbewerb gestaltet.

An diesem Beispiel lässt sich wunderbar zeigen, wie die einzelnen Informationen auf einer Seite zusammenkommen können:

Fazit: Dein Waschzettel muss nicht alles können. Aber funktionieren.

Ein guter Waschzettel ist kein zweiter Klappentext, keine Mini-Pressemappe und schon gar keine Inhaltsangabe deines Buchs wie in der Schule.

Er ist ein Buch-Steckbrief mit Verkaufsfunktion.

Ein Waschzettel muss nicht versuchen, alles gleichzeitig zu erzählen.
Er muss sortieren.

Auf 1 Seite sollte möglichst schnell klar werden:

Was ist das für ein Buch?

Worum geht es?

Für wen ist es interessant?

Was macht es besonders?

Wo kann man es bekommen?

•

Du hast noch Fragen oder willst dir bei der Erstellung helfen lassen?

Frag am besten deinen Lektor oder Buchsetzer – denn der kennt dein Buch bereits bestens und ist genau der richtige erste Ansprechpartner dafür.
Falls er keine designmäßigen Skills hat, kann er die Konzeption und den Text des Waschzettels an deinen Buchsetzer oder Illustrator/Coverdesigner weiterleiten – oder mit ihnen zusammenarbeiten.

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Pst …

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Wenn du nicht nur schreiben, sondern gehört werden willst – und dein Wortschatz aufhört, dich zu limitieren.

Sprache zum Anfassen

Die physische Manifestation 
meiner Sprachliebe:
Sprache, die man tragen will.

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